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Das Land Niedersachsen hat für den Zeitraum von 4 Jahren, insgesamt 3,2 Mio Euro für den Auf- bzw. Ausbau von Präventions- und Beratungskonzepten im Bereich Glücksspielsucht bereitgestellt. Koordiniert wird das Projekt von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen.

In der Region Ostfriesland beschäftigt sich seit April Herr Ingolf Majuntke mit dem Aufbau und der Durchführung von Prävention und Beratung im Bereich Glücksspielsucht.

Was ist Glücksspiel?
Glücksspiele sind Spiele deren Verläufe überwiegend vom Zufall abhängig sind und die eine Gewinn- und Verlustmöglichkeit beinhalten. Zum Beispiel Roulette, Black Jack, Geldspielautomaten aber auch Lotto, Keno und Rubbellose.

Was ist Glücksspielsucht?
Glückspielsucht ist eine Krankheit und bestimmt – wie alle Süchte – das Alltagsleben des süchtigen Menschen. Betroffene nutzen jede mögliche Gelegenheit zum Spiel und vernachlässigen Familie, Berufsleben und die Pflege bestehender Sozialkontakte. Häufig merken die Spieler zu spät, dass ihr Spielverhalten Probleme mit sich bringt.

Wozu Glücksspielprävention?
2006 vermeldete die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. eine Anzahl von 110.000 bis 180.000 beratungs- und behandlungsbedürftiger Spieler.

Die Folgen der Glückspielsucht sind für die Betroffenen wie für die Angehörigen gravierend.

  • Verschuldung
  • Straffälligkeit (Beschaffungskriminalität)
  • Depression bis hin zum Suizid
  • Störung der innerfamiliären Atmosphäre
  • Verlust des Arbeitsplatzes

Konkrete Schritte!
Zum Erkennen süchtigen Verhaltens bedarf es der Aufklärung.

  • Daher wird über das Thema Glücksspielsucht an Orten der Universalprävention wie Schulen, Betrieben, Behörden und Vereinen informiert werden.
  • Anbieter von Glücksspielen sollen für das Erkennen von Problemspielern sensibilisiert und an der Entwicklung und Durchführung von Konzepten zum Spielerschutz beteiligt werden.
  • Bestehende Netzwerke werden informiert und auf Möglichkeiten der Mitarbeit an der Glücksspielprävention untersucht.
  • Möglichkeiten des Zugangs zur Zielgruppe werden erforscht.

Das Beratungs- und Behandlungsangebot wird um die Erfordernisse der Glücksspielsucht erweitert.

 

Aktualisiert ( Dienstag, 24. Juni 2008 um 11:33 )