Fachtag 19.10.2016 Neue psychoaktive Substanzen (Legal Highs) - neue Aufgaben für die Suchtarbeit?

Die Suchtkrankenhilfe Ostfriesland lädt in ihrer Veranstaltungsreihe „Sucht aktuell" zu einem Vortrag von Dr. Manfred Rabes ein.

Die Veranstaltung beginnt am 19.10.2016 um 13 Uhr im Bistro des Betreuten Wohnen des Paritätischen im Wohnpark "Am Schwanenteich", Kalkwarf 1a, 26725 Emden. Ende der Veranstaltung ist 15.30 Uhr.

Thema:

Neue psychoaktive Substanzen (Legal Highs) - neue Aufgaben für die Suchtarbeit?

Referent: Dr. Manfred Rabes

Viele Jahre dachte man bei dem Begriff Drogenkonsum an den Gebrauch von Cannabisprodukten, Opiaten, Kokain, Amphetaminen, LSD und einigen biogenen Drogen wie z. B. Psylocibin-Pilze. Was die Konsument*innen nicht in der Natur fanden oder selbst anbauen konnten, erwarben sie von Dealern auf mehr oder weniger öffentlichen Drogenszenen oder von anderen Konsument*innen. Die Menge an unterschiedlichen Rauschmitteln war überschaubar, die Wirkungen meist bekannt und ihr Erwerb bedurfte des Kontaktes zur Drogenszene.

Beides – die Menge an unterschiedlichen Substanzen als auch die Zugangswege – haben sich seit Anfang dieses Jahrhunderts stark verändert. Der Verkauf unterschiedlichster Drogen erfolgt immer häufiger auf Internetplattformen wie „Silkroad" im Darknet oder auch leicht zugänglichen Onlineshops mit einem großen Angebot sogenannter „Legal Highs". 2014 und 2015 wurden jeweils ca. 100 neue Substanzen erstmals gemeldet und derzeit stehen über 560 neue psychoaktive Substanzen bei der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) unter Beobachtung. Eine wirksame und zeitnahe Reaktion auf den Verkauf neuer psychoaktiver Substanzen, von denen sich einige als hochgiftig erweisen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen. Im Bericht der EBDD wird Folgendes festgestellt: „Junge Konsumenten fungieren womöglich unwissentlich als menschliche Versuchskaninchen für Substanzen, deren potenzielle Gesundheitsrisiken weitgehend unbekannt sind."

Der Referent:

Dr. rer. pol. Manfred Rabes ist seit 2000 Geschäftsführer der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) und seit 2001 Mitglied der deutschen Arbeitsgruppe zum Early Warning System (EWS) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) zu neuen psychoaktiven Substanzen bei der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD, München). Bereits von 1995 - 2000 war er Projektleiter mehrerer EU-Projekte zu neuen synthetischen Drogen (Ecstasy).

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